Das Sammeln von Schnupftabakbehältern

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Stand: 3. März 2018

 

 

Sammlungsreduzierung

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Jeder Mensch sammelt wohl irgendwas.
  Sammeln schützt und fördert Bildung und Kultur in gleicher Weise.
  Denn Sammeln heißt bewahren und erforschen.
Wer sich ernsthaft mit einem Sammelgebiet befasst, muss informiert sein. Da reicht häufig auch nicht nur das Wissen über das Sammelgebiet direkt aus, sondern der Sammler muss auch über das kulturelle, geschichtliche, geographische, technische, wissenschaftliche und evt. sogar auch soziologische Umfeld seines Sammelgebietes Bescheid wissen. 
  Sammeln wegen der Ästhetik - also der Schönheit der Sammelobjekte
  Nicht alle, aber viele Sammelobjekte sind einfach schön oder zumindest interessant.
 
   

 

Eine "Schnupftabakdose ist ein von Silber, Elfenbein, Schildkröte, Stahl, Horn,  oder kostbaren Holze auf allerhand Art und Form formiertes und ausgearbeitetes Behältniß, worinnen man den Schnupf-Taback bey sich zu tragen pfleget."  
Quelle: Zedler verlegte Universal-Lexicon 1800

Im 18. Jahrhundert gehörte es zur guten Sitte, eine Schnupftabakdose mit sich zu führen. Man schnupfte allgemein; man bietet der Gesellschaft eine Priese an und versieht man sich selbst damit, man glänzt mit der Kostbarkeit seiner Dose und läßt sie stolz durch die Hände seiner Bewunderer gehen. Eine Fülle von Kunst und Wert vereinigt sich infolgedessen in dem kleinen Gerät.

Quelle: Dr. Georg Lehnert, 1902
     
   
Warum sammelt man Schnupftabakgefäße?
Zwei wichtige Punkte sind, dass der potentielle Besitzer einerseits von den kunsthandwerklichen Qualitäten oder andererseits von der Verbindung zu einer verklärten Vergangenheit fasziniert wird.
Alle Schnupftabakgefäße sind verschieden und doch sind sie ähnlich, die Handhabung prägen das äußere Erscheinungsbild.
Die Gründe warum in verschiedenen Orten, in verschiedenen Ländern sehr unterschiedliche Schnupftabakbehälter kultiviert wurden, sind sehr vielseitig.
Wo Glas vorhanden war, hat man es, wie in Bayern für diesen Zweck genutzt. In anderen Gegenden hat man notgedrungen zu anderen Materialien, wie Holz, Horn, Zinn, etc. gegriffen, die dann aber auch andere Formen besaßen.
     
    Die Tabakdose war etwas ganz persönliches. Sie war Bestandteil der Ausstattung und Kleidung. Die Aussage "zeige nur Deine Tabatière und ich sage Dir, wer Du bist" war keinesfalls scherzhaft gemeint.
    Die Handhabungsunterschiede
   

Nachdem der Titel „Schnupftabakbehälter" lautet, sollen zunächst die unterschiedlichen Behälterbegriffe erklärt werden:

   
Dose = Eine Dose (in Deutschland seit dem 17. Jh. belegt) ist ursprünglich ein kleiner, meist eckiger, runder oder ovaler Behälter mit Deckel. Die flache Dose war im Unterschied zur hohen Büchse vom 17.-19. Jahrhundert ein Luxusgegenstand.
  Dosen wurden kunsthandwerklich aus Materialien wie Edelmetall, Alabaster und Porzellan hergestellt und mit Einlagen aus Elfenbein, Perlmutt, Schildpatt, Bernstein oder Email geschmückt.
Flasche = Eine Flasche ist ein verschließbares Behältnis und besteht meist aus Glas, Kunststoff oder Metall. Die meisten Flaschen haben im Verhältnis zu ihrer Höhe einen relativ geringen Durchmesser, einen flachen Boden. Das sich konisch verjüngende Ende einer Flasche wird oft auch als „Hals" bezeichnet. Es endet in einer runden, verschließbaren Öffnung.
Büchse =

mehr oder weniger luftdicht verschließbarer Behälter, meist aus Blech.

Bixl = der Ausdruck „Bixl" für gläserne Schnupftabakflaschen schon seit dem 17. Jh. belegt.
Tabatiere = Eine Tabatiere (französisch tabatière, älter tabaquière) ist eine Dose zur Aufbewahrung von Schnupftabak.
     
 

     

    Sterzinger Horndosen
   

    Motiv der Sterzinger Dose in Abwicklung.
     
    Für das Sammeln von Schnupftabakdosen gibt es fast keine Fachliteratur, bestenfalls nur leicht angeschnitten.